Gedicht: Die Mirabal Schwestern

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen ist der Todestag der Schmetterlinge, der Mirabalschwestern.

Patria, Minerva und Maria Teresa wurden 1960 in der dominikanischen Republik von Handlangern des damaligen Diktators Trujillo ermordet.

In Gedenken an unsere mutigen und starken Schwestern

Und so beginnt es- schälen sich leise, stetig Flügel aus dem engen, warmen Raum
Einst genannt heim, alsbald Geborgenheit wird eingetauscht für Abenteuer, Neugier, Glück!
Flügelschläge tragen hoch empor und auch gewissenhaft nachhaus

Sie kehrn zurück Tag ein Tag aus.
Und so beginnt es- das neue Traute Glück daheim, schallendes Gelächter füllt den Raum
So scheint es jedenfalls von außen, hinter Rolläden, geschlossnen Türn

Flügelschläge tragen hoch empor und tragen dich hinaus, wenn nicht mehr Lachen sondern Tränen füllen den Raum, wenn’s nicht Geborgenheit, und auch kein Glück ist, das die Wände schmückt

Hoch hinaus und weit weit weg
So nehmen wir uns die Straßen, weils zuhaus nicht sicher ist
Flügel Schlag um Schlag werden wir lauter, stärker- hören, sehen, finden uns
Ja, wir finden uns
Und ineinander halt
Gemeinsam nehmen wir uns die Straßen, gedenken unserer Schwestern
Laut und klar
unsere Stimmen füllen nun die Stadt!
Keine Einzige mehr!

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