Am 25.01. waren wir gemeinsam auf dem Nordfriedhof in Jena, um dort am Grab von Magnus und Lydia Poser ein Gedenken abzuhalten. Im Fokus standen dabei die Lebensgeschichten der beiden Genoss:innen, welche beide vom Jugendalter an politisch aktiv waren. Zusammen arbeiteten sie in der KPD, die während des Zweiten Weltkriegs den größten Widerstand gegen den Faschismus in Deutschland organisierte.

Begonnen hat das Gedenken mit dem Lied „Bella Ciao“, mit kleinen Liederheften vorbereitet für den Nachmittag, wurde zusammen gesungen. Darauf folgten ein kämpferisches Gedicht und der erste Teil zu Magnus Poser, seinem Leben. Besonders machte den Teil über Magnus Poser die vielen persönlichen Geschichten aus seinem Leben, die ihn nicht weit weg schienen ließen, sondern ihn sehr nahbar machten. Dazu half auch der Bezug auf die aktuellen Umstände und die Parallelen zur heutigen Zeit. Nach der Erzählung über das Verhältnis von Magnus zu seinen Lehrkräften wurde das nächste Lied „Wir sind die Junge Garde“ gesungen. Von seiner Jugend ging es nun über auf die Anfangszeit des Faschismus und die direkten Konfrontationen denen Magnus Poser mit seinen Genoss:innen ausgesetzt war. Über seine Haftzeit, Familiengründung, bis hin zum Aufbau kommunistischer Strukturen wurde ein tiefer Einblick in sein Leben gegeben. Schlussendlich endete der Teil mit dem Bericht von dem Genossen Ernst Busse, welcher über die letzten Stunden des Lebens von Magnus Poser berichteten. Nach dem Teil sangen wir gemeinsam das Lied „Im Kerker zu Tode gemartert“.
Danach folgte ein Bericht über Lydia Poser und ihrem Leben, welches dieses Jahr einen größeren Fokus im Gedenken hatte. Aufgrund dessen, dass sie den Zweiten Weltkrieg überlebte, hatte sie viel Zeit ihr Erlebtes niederzuschreiben und ermöglichte somit die vielen Informationen über die Widerstandsarbeit und das Leben von Magnus Poser. Jedoch schrieb sie nur selten über sich selbst, weswegen wir heutzutage deutlich weniger über sie wissen. Trotzdem bekam auch sie ihren Platz in dem Gedenken und wurde den Genoss:innen vor Ort näher gebracht. Geschlossen wurde der Input mit einem Zitat von Julius Fučík.
Nachdem ausführlich über die Genoss:innen Magnus und Lydia gesprochen wurde, wurden Kerzen verteilt, um diese zusammen mit einem Kranz am Grab niederzulegen. Dazu gab es kleine Gedenkkärtchen, welche verteilt wurden, damit man auch nach dem Gedenken die Genoss:innen im Kopf behält und sich an das Gedenken zurück erinnern kann. Trotz der Minusgrade kamen alle Genoss:innen mit Tee und Handwärmern warm durch die Veranstaltung.

Aus dem Tag können wir viel Kraft und Energie schöpfen. Wir werden die Geschichte der
Genoss:innen nicht vergessen und den Kampf, den sie damals schon geführt haben, für sie
weiter führen. Die Geschichten von Magnus und Lydia Poser sind dabei sehr inspirierend und rufen uns in Erinnerung, wie wichtig der Widerstand gegen Faschismus und Imperialismus heute ist und weswegen wir den konsequenten Kampf für den Sozialismus niemals aufgeben dürfen!




